Weizenstärke

Agrana expandiert in Pischelsdorf


Der Online-Versandhandel macht es möglich: Der österreichische Zucker- und Stärkeproduzent Agrana baut die Weizenstärkeproduktion aus. Im Stammwerk in Pischelsdorf soll sich die Leistung verdoppeln. 

Agrana hat dazu am Montag neben der Biospritraffinerie in Pischelsdorf den Grundstein für eine zweite Weizenstärkeanlage gelegt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio. € will Agrana die Weizenstärkeproduktion verdoppeln. Damit steigt die Gesamtverarbeitungskapazität von derzeit rund 800.000 t auf über 1 Mio. t Getreide jährlich und schafft für den Standort auch 45 neue Arbeitsplätze.

Mehr Verpackungen nachgefragt

„Der Werksausbau trägt der steigenden Nachfrage insbesondere der Papierindustrie durch den wachsenden Bedarf an Verpackungen für den Online-Versandhandel Rechnung", betont der Agrana-Vorstandsvorsitzende Johann Marihart.

Am Standort Pischelsdorf mit zukünftig rund 200 Mitarbeitern befindet sich neben der Weizenstärkeanlage auch die Bioethanolanlage. Nach Gewinnung von Weizenstärke und -gluten gehen die ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des  Eiweißfuttermittels „ActiProt“. Das Futtermittel ersetzt den EU-Import von rund 200.000 t gentechnisch verändertem Sojaschrot aus Übersee. Schließlich werden mit hochreinem CO2, das die benachbarte Anlage des Industriegaskonzerns Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage verflüssigt, am Standort Pischelsdorf aus einem Rohstoff hochwertige Produkte hergestellt.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Bioraffinerie Pischelsdorf. Sie gilt als Musterbeispiel für eine Komplettverwertung der eingesetzten Rohstoffe und trägt wesentlich zur Verwirklichung des Grundgedankens einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft bei“, so Marihart.

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