Werksschließungen

Franzosen demonstrieren vor Mannheimer Zuckerwerk


In Signalwesten stehen Demonstranten aus Cagny, Epville und Marseille vor der Südzucker-Zentrale in Mannheim. Sie waren laut SWR am Dienstagmorgen mit vier Bussen aus Frankreich angereist.
Foto: Südzucker
In Signalwesten stehen Demonstranten aus Cagny, Epville und Marseille vor der Südzucker-Zentrale in Mannheim. Sie waren laut SWR am Dienstagmorgen mit vier Bussen aus Frankreich angereist.

Nach dem Protest deutscher Mitarbeiter gehen nun auch Franzosen gegen den Sparkurs von Südzucker auf die Straße. Heute bekommt die Zentrale in Mannheim unangenehmen Besuch der Werksangehörigen von Saint Louis Sucre.

Heute morgen haben sich rund 200 Franzosen auf der Maximillianstrasse in Mannheim versammelt. Sie kommen aus den Werken Cagny und Eppeville, die zur Südzucker Tochtergesellschaft Saint Louis Sucre gehören. Auch diese Werke sollen nach den Restrukturierungsplänen von Südzucker geschlossen werden. Die französische Gewerkschaft gibt zu bedenken, dass die betroffenen Regionen „ohnehin wirtschaftlich schwach“ seien.

Schon vor etwa zwei Wochen hatten Mitarbeiter aus den Werken Brottewitz (Brandenburg) und Warburg (Nordrhein-Westfalen) vor der Südzucker-Zentrale in Mannheim gegen Schließungen protestiert. Das Unternehmen leidet unter niedrigen Zuckerpreisen und will die Produktion um 700.000 t zurückfahren. In einem Jahr sollen bis zu 100 Mio. € eingespart werden. Südzucker erwartet im Geschäftsjahr 2018/19 einen Verlust im Zuckergeschäft bis zu 250 Mio. €.

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