EU-Kommission

Knapp 200 Wettbewerbsverstöße im Agrarsektor


Die EU-Kommission hat Preisabsprachen und andere Verstöße von 2012 bis 2017 unter die Lupe genommen. In Österreich gab es die meisten Untersuchungen.

Die Landwirtschaft leidet unter illegalen Absprachen. 178 mal haben die nationalen Kartellbehörden oder die EU-Kommission mögliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht im Agrarsektor unter die Lupe genommen. In rund einem Drittel der Fälle wurden auch Strafen verhängt. Erstmals liefert die EU-Kommission einen Bericht mit statistischen Angaben zu Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht.

Demnach war Österreich das Land mit den meisten Untersuchungen. Im genannten Zeitraum war die österreichische Kartellbehörde in 23 Fällen unterwegs. Die Strafen wurden über die gesamte EU hinweg betrachtet zumeist an Verarbeiter von Lebensmitteln verhängt (39 Prozent), gefolgt vom Lebensmittelhandel (26 Prozent).

Die Verstöße wurden zumeist von Landwirten vermutet und beklagt, was dann die Wettbewerbshüter in Aktion treten ließ. Nach Produkten aufgeteilt, betrafen die Verstöße zumeist Milcherzeugnisse, Obst und Gemüse, sowie Fleisch. Die Kommission benennt in ihrem Bericht unter anderem die Gebietsabsprachen deutscher Zuckerhersteller im Jahr 2014 und vereinbarte Mindestpreise zwischen Verarbeitern und Lebensmittelhändlern in Österreich.

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