Wetter

Dürre-Warnung mit Vorlauf


Der Deutsche Wetterdienst hat eine neue Langfristprognose entwickelt. Sie soll Landwirten bis zu sechs Wochen im Voraus die Bodenfeuchte vorhersagen.

Der DWD zeigt in einer aufschlussreichen Animation die Entwicklung der Bodenfeuchte unter Wintergetreide zwischen dem 1. April und 30. November 2018.
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Der DWD zeigt in einer aufschlussreichen Animation die Entwicklung der Bodenfeuchte unter Wintergetreide zwischen dem 1. April und 30. November 2018.

Zukünftig möchte der Deutsche Wetterdienst (DWD) frühzeitig über Dürregefahren informieren. Damit reagiert die Offenbacher Behörde auf die außergewöhnliche Trockenheit im vergangenen Jahr. „Ich bin optimistisch, dass die Landwirte mit unseren neuen Dürreprognosen künftig Ertragsausfälle, wie wir sie im Jahr 2018 erleben mussten, zumindest vermindern können“, erklärt Prof. Dr. Paul Becker, DWD-Vizepräsident, bei der jährlichen Klima-Pressekonferenz des nationalen Wetterdienstes.

Das neue Instrument soll in diesem Jahr getestet werden. Es verspricht, Landwirte vor Trockenheit nicht wie bisher mit einem zweiwöchigem, sondern künftig mit einem bis zu sechswöchigen Vorlauf warnen zu können. Grundlage der neuen DWD-Dürreprognosen sind Vorhersagen der Bodenfeuchte. Die Bodenfeuchte ist eine sich nur langsam verändernde Speichergröße. Genau diese Eigenschaft wird bei der Berechnung der langfristigen Vorhersagen genutzt. „Mit den heute verfügbaren Vorhersagetechniken hätte der DWD die im Juni 2018 in großen Teilen Deutschlands anhaltende Dürre schon 6 Wochen vorher mit guter Qualität vorhersagen können", erklärt Becker.

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