Wetter

So warm wie nie zuvor


2.000 Sonnenstunden zählt das jetzt zu Ende gehende Jahr.
Pixabay
2.000 Sonnenstunden zählt das jetzt zu Ende gehende Jahr.

Der Deutsche Wetterdienst zieht Bilanz: Das zu Ende gehende Jahr ist das wärmste und sonnigste seit Messbeginn. "Der Klimawandel hat Deutschland im Griff", erklärt der DWD-Vizepräsident.

„Hinter uns liegt ein außergewöhnliches Wetterjahr. Obwohl noch ein paar Tage fehlen, können wir jetzt schon sagen: 2018 ist mit 10,4 Grad Celsius das wärmste Jahr seit dem Beginn deutschlandweiter Wetterbeobachtungen im Jahr 1881. Das ist ein trauriger Rekord“, erklärt Prof. Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in einer ersten Bilanz des nationalen Wetterdienstes.

Die Mitteltemperatur des Jahres 2018 lag 2,2 Grad über dem vieljährigen Deutschlandmittel 1961-1990 und knapp vor dem bisher wärmsten Jahr 2014 mit 10,3 Grad Celsius. Damit fallen acht der neun wärmsten Jahre seit 1881 in das 21. Jahrhundert. Becker: „Diese auffällige Ballung warmer Jahre zeigt ganz klar: Die Erwärmung ist ungebremst, der Klimawandel hat Deutschland im Griff.“

Warme Jahre (rote Balken) häufen sich im 21. Jahrhundert.
DWD
Warme Jahre (rote Balken) häufen sich im 21. Jahrhundert.


2018 wird mit weit über 2.000 Sonnenstunden zugleich das sonnenscheinreichste Jahr in Deutschland seit Messbeginn im Jahr 1951 – vor dem Jahr 2003 mit 2014 Sonnenstunden. Beim Niederschlag dürfte, so Becker, 2018 eines der drei trockensten Jahre seit 1881 sein. Niederschlagärmstes Jahr ist bisher 1959 mit im Mittel 551 Liter pro Quadratmeter.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats