Wiesenhof

Hähnchen-Wiener mit Tierschutz-Label

Unter dem Etikett Privathof bietet der Hersteller Wiesenhof nun auch Hähnchen-Wiener mit Tierschutz-Label an. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Produkten aus einer tiergerechteren Haltung und nutzt die aktuell wieder aufgelebte Aufmerksamkeit für das Thema Tierwohl. 

Das alternative Aufzuchtskonzept sehe eine tiergerechtere Haltung vor, die wissenschaftlich auch belegt sei, erklärt das Unternehmen. Alle Privathof-Geflügel-Produkte sind laut Hersteller mit dem Tierschutz-Label „Für Mehr Tierschutz“ (Einstiegsstufe) des Deutschen Tierschutzbundes gekennzeichnet. „Mit dem Deutschen Tierschutzbund als Labelgeber haben wir einen Partner gefunden, der dem Konsumenten die Gewissheit gibt, dass die Tiere unter besonders guten und vom Deutschen Tierschutzbund kontrollierten Bedingungen aufwachsen,“ sagt Dr. Ingo Stryck, Geschäftsführer Marketing bei Wiesenhof. „Die Reaktionen von Handel und Verbrauchern sind durchweg positiv. Die steigenden Absatzzahlen belegen eindeutig: Immer mehr Verbraucher greifen zu unseren Privathof-Produkten." Daher sei die Einführung der Privathof Hähnchen-Wiener die logische Konsequenz aus der „guten Marktentwicklung unserer bisherigen Privathof-Produkte" gewesen. 

Mehr Privathof möglich

Langfristig sieht sich Wiesenhof auch in der Lage, einen Großteil seiner Produktion auf Privathof-Geflügel umzustellen. Das setze jedoch voraus, dass Verbraucher und Handel sich diese Form der Tierhaltung in Deutschland vermehrt wünschen und bereit seien, das Mehr an Tierschutz auch finanziell zu honorieren, erklärt Stryck. 

Die wichtigsten Kriterien des Privathof-Konzeptes seien neben der langsamer wachsenden Rasse, die längere Aufzuchtdauer der Hähnchen, die geringere Besatzdichte und der Auslauf in einem überdachten Wintergarten oder Offenfrontstall. Strohballen, Picksteine und Sitzstangen im Stall geben den Tieren die Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Darüber hinaus kommen Privathof-Landwirte zu weit mehr als 95 Prozent ohne eine einzige Behandlung mit Antibiotika aus, verspricht Wiesenhof. Reserveantibiotika seien seit der Einführung im Jahr 2011 kein einziges Mal eingesetzt worden. Interessierten bietet das Unternehmen die Möglichkeit, online an einem virtuellen Stallrundgang teilzunehmen.

Vom Haltungskompass bis zum staatlichen Label

Die Diskussion um Tierwohl hat zuletzt an Fahrt aufgenommen. Anfang des Jahres hatten die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd ein eigenes Tierwohl-Label für Frischfleisch-Produkte auf den Markt gebracht. Zudem ist Lidl mit seinem „Haltungskompass", der Frischfleisch-Produkte je nach Höhe des Tierwohls auf der Verpackung in vier Stufen einteilt, ein öffentlichkeitswirksamer Aufschlag gelungen. Seit April kennzeichnet die Initiative Tierwohl von Landwirten, Ernährungsindustrie und Handel frisches Geflügelfleisch mit einem eigenen Label.

Mit dem Start der neuen Bundesregierung ist zudem die Debatte um ein staatliches Tierwohl-Label wieder hochgekocht. In dem Zuge hatte der Deutsche Bauernverband seine Bereitschaft erklärt, an einem staatlichen Signet mitzuarbeiten und konzeptionelle Vorschläge in die Diskussion eingebracht. 

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats