Rübenkampagne

Südzucker beginnt am 20. September

Angesichts der lange anhaltenden Trockenheit in vielen ihrer Anbaugebiete passt die Südzucker AG, Mannheim, ihren Kampagnestart in den Werken an. Gegenüber einem guten Vorjahr muss der Konzern Abstriche machen.

Der Wassermangel setzt den Zuckerrüben zu. Deshalb wird es im Südzucker-Anbaugebiet trotz einer  vergrößerten Anbaufläche nunmehr eine kürzere Rübenkampagne als im Vorjahr geben. In der vergangenen Woche hat das Unternehmen die Termine für die Kampagne vorbesprochen. Auf Anfrage von agrarzeitung.de nennt ein Unternehmenssprecher den Kampagnestart im Werk Offstein in Rheinland-Pfalz „um den 20. September". Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Woche später. 2017 hatte die Kampagne am 16. September begonnen. Es handelte sich um eine außergewöhnlich hohe Ernte, die einen frühen Start ermöglichte. Die Kampagne dauerte im Wirtschaftsjahr 2017/18 durchschnittlich 149 Anlieferungstage und endete am 24. Januar 2018 im Werk Zeitz.  "Ferner starten Zuckerfabriken nicht immer am gleichen Tag", so der Sprecher weiter. Von einer Verschiebung der Kampagne will er nicht sprechen. Jedoch bestätigt er,"dass wir nicht an den Ergebnissen des außergewöhnlich guten Vorjahres anknüpfen können."

Nordzucker hält an Kampagne-Fahrplan fest

Der fehlende Regen macht sich dieses Jahr auch bei den Zuckerrüben in Niedersachen bemerkbar, so dass selbst auf tiefgründigen Standorten mit guter Wasserführung die Bestände teilweise einbrechen. Auf den Rübenfeldern werden je nach Region und Witterung die Ertragseinbußen sehr stark differieren, teilt das Landvolk Niedersachsen mit. Selbst größere Regenmengen würde die Rübenpflanze zunächst zur Blattneubildung nutzen, sodass die Rübenbauern hohe Ernteverluste befürchten. Nur deutlich langanhaltende und ausreichende Niederschläge können noch helfen, das aktuelle Rübengewicht von 300 Gramm zu steigern. Auch einen späteren Kampagnenbeginn wünschen sich die Landwirte, doch die Nordzucker als Verarbeitungsunternehmen hat den Kampagnenauftakt der einzelnen Werke schon durchgeplant.

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) lädt für den 30. August ab 10 Uhr ins Designhotel Wienecke XI. in Hannover zu seinem Verbandstag ein. Dort wird Verbandsvorsitzender Helmut Bleckwenn zum Erntejahr 2018 und marktpolitischen Themen Stellung nehmen. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast spricht in ihrem Gastvortrag zum Thema „Aktuelle Herausforderungen für den Zuckerrübenanbau – Vorstellung der Landesregierung zur Unterstützung“. Der Präsident des Julius-Kühn-Instituts, Prof. Georg Backhaus, referiert zum chemischen Pflanzenschutz.

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