Zukunftstechnologie

Unkräuter werden verschmort

In Hannover entwickeln Wissenschaftler Verfahren, um Laserstraheln für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.
Foto: LZH
In Hannover entwickeln Wissenschaftler Verfahren, um Laserstraheln für die Landwirtschaft nutzbar zu machen.

Der Laser soll chemische Herbizide ersetzen. Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover (LZH) entwickeln einen Prototyp.

Laserstrahlen können schnell und präzise auf einzelne, ausgesuchte Pflanzen gerichtet werden ohne Kulturpflanzen oder Tiere zu schädigen, nennt Dr. Christian Marx, Leiter des Projektes am LZH, einen wesentlichen Vorteil der Technologie. Das sensible Wachstumszentrum der Unkräuter würde regelrecht „verschmort“. Die unerwünschten Pflanzen könnten einzeln und damit selektiv bekämpft werden. Resistenzen wie bei chemischen Wirkstoffen seien ausgeschlossen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit rund 315.000 Euro. Nach Angaben von DBU-Experte Dr. Holger Wurl soll ein Modul entwickelt werden, das Verfahren der optischen Unkrauterkennung mit der laserbasierten Unkrautbeseitigung kombiniert und in fahrende Systeme integriert werden kann. Die Verfahren für sich genommen seien funktionsfähig, so Wurl weiter. Jetzt gehe es darum, eine robuste Laserstrahlquelle zu entwickeln, die zunächst in einem Demonstrationsfahrzeug getestet werden kann, um später zur Serienreife gebracht zu werden.

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