Zusammenarbeit

DMK produziert Mozzarella für Arla


DMK und Arla wollen den steigenden Appetit auf Mozzarella bedienen.
Gesa Zimmermann / pixelio.de
DMK und Arla wollen den steigenden Appetit auf Mozzarella bedienen.

Die beiden Molkerei-Genossenschaften setzen gemeinsam auf den wachsenden Mozzarella-Markt. DMK baut dazu einen Standort um.

Die DMK Group wird künftig für den Molkerei-Konkurrenten Arla Foods Mozzarella herstellen. Dazu haben die beiden Genossenschaften einen Lohnfertigungsvertrag unterzeichnet, der zukünftig die Produktion von 35.000 t Mozzarella für Arla am norddeutschen DMK-Standort Nordhackstedt vorsieht, teilten die Molkereien am Mittwoch mit.

In diesem Zusammenhang wird DMK bis Ende 2018 rund 15 Mio. € investieren, um den Standort Nordhackstedt umzubauen und den Fokus rein auf die Mozzarella-Produktion legen. Heute hat der DMK-Standort Nordhackstedt eine Produktionskapazität von rund 70.000 t Käse, wovon die Hälfte bereits für die Mozzarella-Produktion verwendet wird. Nach dem Umbau wird die Auftragsproduktion für die Molkereigenossenschaft  Arla starten, die jährlich 300 – 350 Mio. kg Milch für die Produktion beisteuert.

Wachsende Nachfrage

DMK betont einen positiven Nebeneffekt dieser Neuausrichtung: Die Versorgung des gemeinsamen Joint Ventures Arnoco mit Molke werde steigen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Arla und DMK stellt in einem angrenzenden Betrieb in Nordhackstedt sowie am Arla-Protein-Standort im Westen Dänemarks Molkenprotein und Laktose her.

Die beiden Unternehmen begründen den Schritt mit einer steigenden Nachfrage nach Mozzarella-Käse – sowohl im Foodservice-Bereich, als auch auf Seite der Industriekunden. Beide Unternehmen erwarten, dass der europäische Markt für Mozzarella bis 2022 von 600.000 t in diesem Jahr auf 720.000 t ansteigen wird.

DMK will effizienter produzieren

DMK gestalte sein „deutsches Produktionsnetzwerk um, mit dem Ziel, effizienter produzieren zu können“, so Ingo Müller, CEO der DMK Group. „Der nun geschlossene Vertrag mit Arla wird es uns ermöglichen, einen wichtigen nächsten Schritt zu machen und DMK ‚wetterfest‘ für die Zukunft aufzustellen“, fügte der Vorstandschef hinzu.

Arla und DMK würden „mit der Vereinbarung unser starkes, strategisches Geschäft mit Qualitäts-Mozzarella für unsere Kunden in Europa, Asien, USA und dem Mittleren Osten sowie unsere eigene Produktion für Molkenproteine“ erweitern, so so Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.

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