Zwischenbilanz

Rentenbank mit weniger Fördergeschäft


Das Fördergeschäft der Landwirtschaftlichen Rentenbank hat im 1. Halbjahr 2018 einen Dämpfer bekommen. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Segmente unterschiedlich.

Wie aus dem heute vorgestellten Halbjahresfinanzbericht 2018 hervorgeht, verringerte sich das gesamte Förderneugeschäft um 21,6 Prozent auf 5,2 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Neugeschäft mit Programmkrediten sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf insgesamt 3,27 Mrd. € ab. Zurückzuführen sei dieser Einbruch dem Förderinstitut zufolge „fast ausschließlich“ auf rückläufige Finanzierungen von Windkraftanlagen als Folge von Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Programmkredite in der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ schrumpften ebenfalls im 1. Halbjahr 2018 und zwar um 54,8 Prozent auf 669 Mio. €.

Auch in der Sparte „Landwirtschaft“ wurden weniger Kredite vergeben; das Volumen ging hier um 5 Prozent zurück und erreichte im 1,04 Mrd. €. Finanzierungen für Maschinen legten auf 288 Mio. € zu, während sich die Kredite für Flächenkäufe auf 237 Mio. € verringerten.

Deutlich zulegen konnte dagegen das Förderneugeschäft im Bereich „Ländliche Entwicklung“. Die Fördersumme für den ländlichen Raum stieg im Vergleich zur 1. Jahreshälfte 2017 um mehr als die Hälfte auf 803 Mio. €. Maßgeblich war nach Angaben der Rentenbank die höhere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen, die hauptsächlich der Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen dienten.

Das Volumen der Programmkredite für die „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ wuchs ebenfalls deutlich, und zwar um 43,7 Prozent auf 637 Mio. €. Insbesondere Förderungen für Maschinen und Gebäude waren dabei stärker gefragt.

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