az Technik Talk Podcast

Dieter Dänzer trifft Stefan Krämer von AgroBrain

Statements, dass die Tätigkeit selbst und der Arbeitsplatz wesentlicher seien als die Bezahlung, kann Stefan Krämer von AgroBrain nur dann gelten lassen, wenn Letztere so hoch sei, dass Alleinverdiener damit auch eine Familie ernähren könnten. Mehr denn je werde die Fähigkeit, schnell die richtigen Mitarbeiter zu finden, für Unternehmen absolut spielentscheidend.
Dieter Dänzer
Statements, dass die Tätigkeit selbst und der Arbeitsplatz wesentlicher seien als die Bezahlung, kann Stefan Krämer von AgroBrain nur dann gelten lassen, wenn Letztere so hoch sei, dass Alleinverdiener damit auch eine Familie ernähren könnten. Mehr denn je werde die Fähigkeit, schnell die richtigen Mitarbeiter zu finden, für Unternehmen absolut spielentscheidend.

Das Problem der Zukunft heißt nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeiterlosigkeit. Der Begriff „Fachkräftemangel“ beschreibt das Ausmaß der Herausforderung an unsere Gesellschaft und Wirtschaft nicht länger angemessen. In der Landtechnik sind mehrere 10.000 Stellen unbesetzt.

Was den Bestand an offenen Stellen über alle Branchen hinweg in Deutschland betrifft, so ist dieser auf über 1,7 Millionen gestiegen. Egal welche Branche man betrachte, die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt hätten sich komplett gedreht, betont Stefan Krämer, der Gründer und Geschäftsführer von AgroBrain. Sein Unternehmen wurde ob der diversen neuen Ansätze im Recruiting in 2018 mit dem Agri-Innovation-Award ausgezeichnet, darunter der „Digitale Karrieretag“, Flatrate-Modelle für Stellenanzeigen der Unternehmen oder auch den in 2013 eingeführten Talent Pool mit rund 3.000 bis 4.000 direkt für offene Stellen im Agribusiness verfügbaren Talenten.

Im Podcast empfiehlt er Beschäftigten und Unternehmen aus dem Agribusiness – die sich aus welchen Gründen auch immer gerne verändern möchten – ihre Suche nicht auf eine der allgemeinen Online-Jobplattformen zu beschränken. StepStone, Indeed, Monster und Co würden zwar den Werbemarkt dominieren und auf ihre zigtausend Stellenangebote verweisen, aber branchenspezifische Plattformen wie eben seine eigene, wären aus verschiedenen Gründen oftmals eine erfolgversprechendere Alternative.

Er spricht auch diverse Wege an, wie man zum Erfolg kommen kann bei der Stellensuche wie auch bei der Stellenbesetzung. Oder aber, wie die verschiedenen Generationen ticken, auf was sie Wert legen bei ihrem künftigen Arbeitgeber. Was auch zur Sprache kommt ist, dass Unternehmen offene Stellen auch mit Mitarbeitern besetzen können, die sie durch Qualifizierungsmaßnahmen gezielt entwickeln können.

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